Dao Yin Qigong mit Shan Li

Aus Christoph wurde Shan Li, einer der wenigen nichtchinesischen Schüler des Shaolin-Klosters
Aus Christoph wurde Shan Li, einer der wenigen nichtchinesischen Schüler des Shaolin-Klosters

Shan Li ist der einzige Europäer, der in den letzten

500 Jahren das Shaolin Kloster betreten durfte.

 

Shi Yan Lu, der Cheftrainer der Shaolin Mönche und der ehrenwerte Abt des Shaolin-Tempels Großmeister Shi Yongxin nahmen ihn 1998 als Schüler auf. Es folgten bedeutende Lehrmeister wie das über hundert Jahre alte Oberhaupt der Rinzai Zen-Schule und Bodhidharma, ein indischer Mönch.

Seit gut 1500 Jahren ist der Shaolin Tempel in der zentral-chinesischen Provinz Henan die Wiege aller asiatischen Kampfkünste und des Zen-Buddhismus.
Der im Jahr 495 erbaute Tempel ist weltberühmt; noch heute leben die buddhistischen Mönche ein hartes Leben – mit täglichem Training und Meditation, um Körper und Geist in Einklang zu halten. „Während die meisten Jugendlichen nach Amerika gehen, fand ich China spannender(...)", meint Shan Li in einem Interview. Er ist seit ein paar Hundert Jahren der einzige Ausländer, der in den inneren Kreis des Shaolin Klosters aufgenommen wurde. Vor allem sind die Bedingungen, unter denen er es knapp 15 Jahre aushielt, beachtlich. Shaolin sieht heute schön aus. Früher war es ein Kung-Fu-Slum. Für die, die dort von ihren Eltern abgegeben wurden und dort sein mussten, war es ein Straflager. Bis zu 16 Stunden Training am Tag, mickriges Essen und permanente Lebensmittelvergiftungen zu jeder Jahreszeit.
(Quelle: Leipzig Exklusiv, sh unten.)

Lese mehr über den Werdegang Shan Lis unten auf dieser Seite.

 


Seminar mit Shan Li

Das nächste Seminar mit Shan Li wird voraussichtlich im Sommer 2018 stattfinden.

Der genaue Zeitpunkt wird noch bekannt gegeben.

 

 

 

Shaolin heißt ein traditionsreicher buddhistischer Mönchsorden in China. Außerdem wird der Begriff für das Ursprungskloster des Ordens benutzt, das am Berg Songshan in der chinesischen Provinz Henan gelegen ist. Die Einrichtung ist berühmt für ihren Kampfkunststil „Shaolin Kung Fu“. Die in den Siebzigerjahren gedrehte TV-Serie „Kung Fu“ mit David Carradine machte das Kloster und den Orden in der westlichen Welt bekannt.


„Du musst ihnen zeigen, wer Du bist.“

 

Mit 16 Jahren zog er aus, die Welt zu entdecken. Nun kehrt er als buddhistischer Mönch zurück nach Leipzig: Aus Christoph wurde Shan Li.

Wie die Verwandlung im Shaolin Tempel in China vonstatten ging, was ihm früher fehlte und ihm heute wichtig ist und was er in den vergangenen 15 Jahren erlebt hat, darüber hat der Weltenbummler ein Buch geschrieben.

 

Seit gut 1500 Jahren ist der Shaolin Tempel in der chinesischen Provinz Henan die Wiege aller asiatischen Kampfkünste und des Zen-Buddhismus. Der im Jahr 495 erbaute Tempel ist weltberühmt, noch heute leben die buddhistischen Mönche ein hartes Leben – mit täglichem Training und Meditation, um Körper und Geist in Einklang zu halten. Der 1998 16-jährige Christoph war in seiner Heimatstadt Leipzig ein bekannter Freestyle Rapper, dennoch fühlte er sich nicht auf dem richtigen Weg. Unerfüllt durch sein Leben, suchte er einen Weg für sich: „Es war mir wichtig, dass ich richtige Abenteuer erlebe und wirklich etwas über das Leben lerne. Ich wollte einfach richtig durchstarten!“ Also stand er eines Abends vor seiner Mutter: „Sie schob die Brille auf die Nasenspitze, legte die Zeitung auf den Tisch und sah mich an.“ Ändern konnte sie nichts an Christophs Entschluss, und so stand er nur einen Monat später in Beijing. Allein. Ohne Plan, ohne Sprachkenntnisse, aber mit Entschlossenheit.

 

Ein Schritt, der viel Mut erfordert, den nur die wenigsten wagen, in der Form wohl so gut wie niemand: „Während die meisten Jugendlichen nach Amerika gehen, fand ich China spannender, denn da wusste ich gar nichts drüber. Ich kann es nicht erklären, es ist eben so.“ Und so ist er seit ein paar Hundert Jahren der einzige Ausländer, der in den inneren Kreis des Shaolin Klosters aufgenommen wurde. Vor allem sind die Bedingungen, unter denen er es knapp 15 Jahre aushielt, beachtlich. Shaolin sieht heute schön aus. Früher war es ein Kung-Fu-Slum. Für die, die dort von ihren Eltern abgegeben wurden und dort sein mussten, war es ein Straflager. Bis zu 16 Stunden Training am Tag, mickriges Essen und permanente Lebensmittelvergiftungen. Zu jeder Jahreszeit.

 

Erst 2012 kam Shan Li zurück nach Leipzig. In Trainingshose, Pulli und mit vom Wind zerzausten Haaren sitzt er im Leipziger Lesecafé Shakunda und versucht, einer Unwissenden die Wichtigkeit des Verständnisses über Körper und Geist darzulegen. Völlig ruhig lässt er keine Wege nebenher gelten: „Du, ich muss dich nicht überzeugen“, gibt er einer Zweiflerin zur Antwort. Und das hat er tatsächlich nicht nötig, denn er hat seinen Weg gefunden. Seinen ganz individuellen Weg, den eben nicht jeder gehen kann, den er aber auf ganz besondere Weise gegangen ist.

 

Bei Zen und der Kampfkunst geht es in erster Linie um Gesundheit und darum, sein eigenes inneres Biest zu besiegen. Ein Jahr lang wollte er ursprünglich in China bleiben, knapp 15 sind es geworden. In der Hauptstadt hörte er von den Tempeln und Kampfkunstschulen in der Provinz und machte sich auf den Weg. „Die meisten Chinesen haben gedacht, dass es den Shaolin Tempel gar nicht mehr gibt. Ich bin nach meiner Ankunft trotzdem einfach nach Henan gefahren und habe ihn gefunden.“

 

Doch bevor Christoph zu Shan Li wurde, traf er in der Umgebung des Tempels auf ein Chaos von Kung-Fu-Schulen. Wobei „Schule“ für diesen Ort wohl der falsche Begriff ist: „Es war wie gesagt ein Kung-Fu-Slum. Jedes deutsche Gefängnis ist eine Luxusunterkunft im Vergleich zu diesem Ort.“ 200 Schüler teilen sich ein Loch im Boden, der Geruch ist dabei noch das geringste Problem. Militärischer Drill, jeden Tag Reissuppe und körperliche Züchtigung sind der Alltag. Auch Christoph geht auf eine solche Schule, wird seitdem Shan Li genannt, ein Name, der so viel bedeutet wie „Berg“ und „Kraft“. Und die hat der Leipziger auch. Seit ein paar Jahren genießt er die Ehre eines Einzelzimmers im Shaolin Tempel. „Ich hatte viel Glück und war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Nach einigen Monaten Kung-Fu-Schule lernte ich das Oberhaupt der Kampf-Mönche kennen. Von da an wurde auch das Training krasser. Ebenso hat unser Abt, der Ehrenwerte Shi Yongxin, immer sehr gut auf mich geachtet. Zu meinen Lehrmeistern zählen das über hundert Jahre alte Oberhaupt der Rinzai Zen-Schule und die Reinkarnation von Bodhidharma.“ Dieser indische Mönch hat im Zen-Buddhismus den Stellenwert, den der Dalai Lama im Tibetischen Buddhismus hat. Er ist auch derjenige, der Shan Li im letzten Jahr gesagt hat, es sei jetzt Zeit für ihn, in die Welt zu ziehen. „You must show them who you are – du musst ihnen zeigen, wer du bist.“ Es gelingt dem damals 19-jährigen Shan Li, nur drei Jahre nach seiner Ankunft bereits als Vertreter des Shaolin Tempels zum „Liu Da Men Pai“ reisen zu dürfen, einem Treffen, das nur alle 800 Jahre stattfindet.

 

Heute ist Shan Li Kung-Fu-Großmeister, möchte aber selbst nicht so genannt werden. „Ein Meister zu sein, ist nichts als eine Illusion. Das Wissen über Körper und Geist geht ins Unermessliche. Meditieren ist wichtiger.“ Er unterrichtet Mönche und seinen Freundeskreis in Zen, Taoistischem, Daoyinyoga und manchmal Qigong. Aber Mönch ist er nicht, er bewegt sich nicht ausschließlich im buddhistischen Kreis, raucht ganz gern und nennt auch ein weltliches Ding wie ein Mobiltelefon sein Eigentum. Der Buddhismus ist keine Sache, die vor 1000 Jahren stecken geblieben ist. „Unser alter Ehren-Abt, der Ehrwürdige Suxi, hat ein sehr wichtiges Zeichen gesetzt und auf seiner Pagode in Talin, das ist der Mönchsfriedhof, auch ein Flugzeug, einen Laptop, ein Mobiltelephon, und noch ein paar andere Dinge der Neuzeit abgebildet. Als er in den Winter seines Lebens kam, war ich einer von den sechs Shaolinern, die die ersten Spatenstiche für den Bau seiner Pagode machen durften.“ Ohne Suxi und einen alten Eisenschmied würde es Talin heute auch gar nicht mehr geben. Shan Li lacht und sagt: „Aber das ist eine andere Geschichte.“

 

Für den Buddhisten gehören „Lernen“ und „Praktizieren“ untrennbar zusammen. Körper und Geist sind eins. „Wir werden so geboren, aber verlieren durch den Alltag das Bewusstsein dafür.“ Und heute sitzt einem ein Mann gegenüber, der vollkommen im Gleichgewicht zu sein scheint, der ein Leben voller vermeintlicher Entbehrungen führte, um dadurch sehr viel mehr zu bekommen, als die meisten von uns jemals erreichen werden. Keinen materiellen Reichtum. Innere Ruhe, innere Freiheit, die er nun an seine Freunde weitergibt. Shan Li ist zu Besuch in Leipzig und wird noch eine Weile bleiben. In seiner Heimatstadt präsentiert er seine Kurzgeschichtensammlung „The Gift – Das Geschenk“. Eine interessante Sammlung aus kurzen Erzählungen, Gedichten und Gedanken, die abends im Shaolin Kloster entstanden sind. Ein wenig kann der Leser teilhaben an Shan Lis Geisteshaltung, die im Kern aus der Weisheit besteht, im Leben aus einer Fliege keinen Elefanten zu machen. Die Gedichte im Band sind teilweise deutsch, teilweise englisch, ebenso wie die Geschichten. Jedes Werk steht für sich, zusammen bilden sie The Gift – Das Geschenk.

 

Shan Li wird zurückkehren, nach Shaolin, doch vorher gibt es hier noch viel Arbeit: „Es ist mir wichtig, dass mein Freundeskreis mit einem Grundwissen ausgestattet ist, das dabei hilft, Körper und Geist frei von unnötigem Leid zu halten. Es ist ebenso notwendig, möglichst viele Physiotherapeuten ergänzend zu unterrichten. Denn für die Menschen hier ist es gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig,

dass das buddhistische Wissen in unsere Kultur integriert wird. Religion spielt dabei nicht die wichtigste Rolle, sondern die geistige Gesundheit.“

© Leipzig Exklusiv - Das Magazin der Leipziger Volkszeitung, Ausgabe 4 im Jahr 2013.

 

Offizielle Homepage Shan Li hier.


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